Service Club Treffen

  • von links nach rechts: Martina Chrestin, Inner Wheel Club; Lutz Sudergat, Rotary Club; Angelika Bernstein-Janssen, Zonta Club, Dr. Marcus Mundlos, Lions Club; Dr. Anke Hornemann, Kristina Regina Lions.
  • Frau Prof. Dr. Humbert, Gisela Fürle und Angelika Bernstein-Janssen

Wir freuten uns, 60 Mitglieder im Waldschlösschen Daverden zu begrüßen. Nach dem Vortrag gab es lebhaften Austausch bei feinen Speisen. Die Spendensammlung für 

Fokus Familien und Sozialdienstleistung (gemeinnützige GmbH)

für die Erstausstattung für Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen aus der Ukraine mit Ranzen, Federtasche, Turnbeutel, Mappen und Heften brachte 1605,00 Euro. Danke!

 

 

Grönlands Gletscher - Faszination und Warnsignale
Frau Prof. Dr. Angelika Humbert vom Alfred Wegener Institut

Gastrednerin Frau Prof. Dr. Angelika Humbert vom Alfred Wegener Institut

Das komplexe Eigenleben der Eisschilde

Beobachtungen zeigen, dass sich die Eisschilde Grönlands und der Antarktis rasant verändern. Die Gletscher an den Rändern der Eisschilde beschleunigen ihr Fließtempo: Sie transportieren so mehr Eis aus dem Landesinneren in den Ozean und erhöhen damit den Meeresspiegel. Der Eispanzer Grönlands schmilzt zudem im zunehmenden Maße an seiner Oberfläche und verliert dadurch Masse. Diese vielen komplexen Prozesse abzubilden sowie ihre Wechselwirkungen zu verstehen, stellt uns Wissenschaftler vor eine enorme Herausforderung. Am AWI nutzen wir sogenannte „kontinuumsmechanische Methoden", um Computermodelle zu entwickeln, mit denen wir das Verhalten der Eisschilde simulieren können. Ein großer Teil dieser Simulationen projiziert die zukünftige Entwicklung der Eisschilde. Wir simulieren und untersuchen aber auch Prozesse wie das Kalben von Eisbergen, die Verdichtung von Schnee zu Firn zu Eis oder subglaziale Hydrologie. Letztere umfasst Forschungsfragen wie: Wie viel Flüssigwasser befindet sich unter dem Eisschild? Wie gelangt es dorthin und inwiefern beeinflusst es die Fließgeschwindigkeit der Eismassen?
Wir entwickeln außerdem Methoden zur Analyse von Satellitendaten, um den Beitrag der Eisschilde zum globalen Meeresspiegelanstieg zu quantifizieren und Veränderungen der Gletschersysteme zu detektieren und zu beobachten. Satellitendaten werden aber auch für Prozessstudien und zur Datenassimilation benötigt. Für all diese Fragen arbeiten wir vor allem mit hochauflösenden Radarsatelliten, mit optischen Satelliten und satellitengestützten Altimetern (Höhenmesser).
Unsere Studien zeigen bisher vor allem eins: Die Eismassen Grönlands und der Antarktis verändern sich in der Realität schneller und stärker als in unseren Computersimulationen – ein kaltes, nasses Multi-Skalen-Problem, welches sich nicht so leicht lösen lässt.